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Warum will ich Bürgermeister dieser, meiner Stadt werden, was befähigt mich dazu?
Es ist sicher ungewöhnlich, wenn sich einer im zarten Alter von knapp 28 Jahren als
Kandidat zur Wahl des Oberbürgermeisters seiner Heimatstadt stellt. Es möge sich jeder
seine Meinung bilden. Mir ist klar, dass diese Meinungen von großer Zustimmung über "der
braucht einen Job" bis hin zu Größenwahnsinn reichen werden.
Eines ist aber auch klar.
Die Gestaltung unserer Gesellschaft wird doch immer mehr durch die großen Parteien
übernommen oder, man kann es auch anders ausdrücken, auf die Parteien abgeschoben. Unsere
Demokratie reduziert sich immer mehr auf die freie Konkurrenz dieser Parteien. Eine aktive
Einbeziehung der Bürger findet immer weniger statt. Ist im Streit der Parteien ein
Kompromiss zu Stande gekommen, haben die PR-Strategen die Aufgabe, den Kompromiss
gegenüber Bürger, Unternehmern und Presse zu verkaufen. Welche Bedeutung der Lobby der
einen oder anderen Interessengruppe beim Zustandekommen von s.g. Kompromissen zukommt,
möchte ich hier nicht weiter beleuchten.
Mein Bestreben ist es,
die Bürger unserer Stadt für eine aktive Mitarbeit zu sensibilisieren,
sie gleichzeitig konstruktiv in die Gestaltungsprozesse einzubeziehen,
jungen Menschen ihre Verantwortung für unsere Stadt bewusst zu machen,
ältere Menschen zum Einbringen ihrer Erfahrungen zu animieren,
den Unternehmen in Chemnitz eine Atmosphäre zu bieten, die den alten Pioniergeist des
"Sächsischen
Manchester" auf der Stufe des 21. Jahrhunderts als "InnovationsWerkStadt"
wieder belebt.
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